Glaubensbekenntnis

Folgend ist das Glaubensbekenntnis dieser Webseite. Es wurde von mehreren freien Baptisten Pastoren (Ältesten) zusammengestellt. Wir bestehen darauf, dass jede einzelne Gemeinde ihr eigenes Glaubensbekenntnis formuliert.

 

1. Über die Heilige Schrift
2. Über den wahren Gott
3. Über die Schöpfung
4. Über den Satan
5. Über den Menschen
6. Über die Erlösung
7. Über Heiligung
8. Über die Sicherheit der Erlösung des Gläubigen
9. Über die Zukunft und Wiederkunft des Herrn
10. Über die Gemeinde
11. Über Taufe und Abendmahl

1. Über die Heilige Schrift

Wir glauben, dass die sechsundsechzig Bücher des Alten und Neuen Testaments in der Urschrift von Gott eingegeben und unfehlbar sind. Die Heilige Schrift ist vollständig, abgeschlossen und bis auf den heutigen Tag von Gott bewahrt. Sie ist daher die einzige und absolute Autorität des Glaubens und Lebens. (2Tim 3,16-17; 2Pt 1,19-21; Hebr 4,12; Offb 22,18-20)

2. Über den wahren Gott

Wir glauben an den einen wahren Gott, der ewig in drei Personen besteht: den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, dem Wesen nach ein und derselbe Gott, nur als Person und mit Ihren Aufgaben verschieden. (1Kor 8,6; Mt 28,19; Joh15,26; 2Kor 13,13)

a. Über den Vater

Wir glauben an Gott, als Vater für alle diejenigen die Jesus Christus im Glauben annehmen. Er hat ihnen Seine Liebe erwiesen. Er versorgt, leitet, erzieht sie und hat sie als Erben eingesetzt. (Joh 1,12; 1Joh 3,1; Röm 8,17)

b. Über den Sohn

Wir glauben, dass Jesus Christus der ewige Sohn Gottes ist, empfangen durch den Heiligen Geist, von der Jungfrau Maria als Mensch geboren und gleichzeitig wahrer Gott und wahrer Mensch ist. (Hebr 1,6-8; Joh 8,58; Joh 1,1+14; Lk 1,35; Jes 7,14; Gal 4,4; 1Tim 2,5)

Wir glauben an Christi Leben ohne Sünde, seinem Tod am Kreuz, Seine leibliche Auferstehung, Seine Himmelfahrt, Sein gegenwärtiges Leben als Hohepriester und Fürsprecher zur Rechten Gottes. (1Pt 2,24; Mt 28,1-7; Apg 1,8-11; 1Kor 15,4-9 Hebr 4,14 -16; Lk 24,38-39)

c. Über den Heiligen Geist

Wir glauben, dass der Heilige Geist die Wiedergeburt zu einem neuen und ewigen Leben in Christus bewirkt. Zum Zeitpunkt der Wiedergeburt versiegelt der Heilige Geist jeden Gläubigen, tauft ihn in den Leib Christi hinein und nimmt Wohnung in ihm. Wir glauben ferner, dass der Heilige Geist die Gläubigen erfüllt und zum Dienst befähigt. (Joh 3,5; Eph 1,13; Röm 8,9; 1Kor 12,13; Eph 5,18) Wir sind überzeugt, dass Gott heute noch Wunder tut. Wir glauben, dass die Gaben des Zungenredens, der Heilung und der Prophetie (im Sinne von neuer Offenbarung) nicht für die heutige Ausführung des Auftrages der neutestamentlichen Gemeinde beabsichtigt sind. Diese Gaben waren Zeichengaben, deren Zweck schon in Erfüllung gegangen ist. (1Kor 12,13; Joh. 15,5; 1Kor 12,11; Offb 22,18-20; 5Mo 4,1+2; Jer 23,28; 1Kor 13,8-10; Mt 24,24; Hebr 2,3-4)

3. Über die Schöpfung

Wir glauben an die unmittelbare Schöpfung des Universums in sechs wortwörtlichen Tagen gemäß dem Schöpfungsbericht im 1.Buch Mose (Genesis). Die Evolutionstheorie als Erklärung der Schöpfung und der Entstehung der Arten lehnen wir ab. (1Mo1-2; 2Mo 20,11; Kol 1,16-17 Hebr 11,3)

4. Über den Satan

Wir glauben, dass der Satan als Person existiert. Er ist der Widersacher Gottes, Feind aller Menschen und Verkläger der Gläubigen vor Gott. Er hat keine eigenständige Macht, sondern ist Gott unterworfen. Er herrscht über die unerlösten Menschen dieser Welt, sündigt von Anfang an, ist Anstifter zum Bösen, Vater der Lüge und Verführer. Er wurde durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi besiegt und wird gemäß der ewigen Gerechtigkeit Gottes mit seinen Engeln in den Feuersee verdammt. (Hi 1,6; Joh 14,30; 1Joh 3,8+10; Joh 8,44; Apg 5,3; 2Kor 4,4; 11,14-15; Offb 20,10; 2Pt 2,4; Mt 25,41)

5. Über den Menschen

Wir glauben, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Durch seine Sünde brachte er über sich selbst und all seine Nachkommenschaft den leiblichen und geistlichen Tod. Dies bewirkte die ewige Trennung von Gott. Ferner glauben wir, dass alle Menschen mit einer sündigen Natur geboren werden und dass sie in Gedanken, Worten und Werken Sünder sind. (1Mo 1,26-27 + 31; 3,1-6; Tit 1,15-18; Offb 21,8; Röm 5,12+19; Röm 3,10-13)

6. Über die Erlösung

Wir glauben, dass Jesus Christus als das stellvertretende Opfer für alle Menschen starb. Die Erlösung durch Sein Blut, die Er vollbrachte, war unbegrenzt in ihrem Ausmaß, wird aber nur denen zugerechnet, die durch den Heiligen Geist wiedergeboren sind. Nur diejenigen, die den Herrn Jesus Christus aufgenommen haben, werden durch Gottes Gnade vom Heiligen Geist wiedergeboren und dadurch Kinder Gottes. Der Mensch wird alleine durch Glauben gerettet und nicht aus Werken.

Die Erlösung zeigt sich innerlich durch das Zeugnis des Heiligen Geistes und äußerlich durch ein verändertes Leben. (Jes 53,4-11; 2Kor5,14-21; Joh3,5-6; 1Pt 3,18; Joh1,12-13; Joh 3,3-16; Eph 2,8-9; 2Kor 5,17; Röm 8,16; 1.Joh 3,24)

7. Über Heiligung

Heiligung ist der Vorgang durch den der Gläubige sich, auf der Grundlage von Gottes Gnade, von der Sünde abwendet und der Gerechtigkeit Gottes zuwendet. Die Bibel unterscheidet dabei zwischen drei verschiedenen Aspekten der Heiligung:

  • Alle Gläubigen sind, unabhängig von ihrer geistlichen Verfassung, durch Jesu vollendetes Werk am Kreuz in Christus geheiligt. (1Kor 6,11; Röm 8,30; Hebr 10,14)
  • Während seines Lebens in der Nachfolge wird der Christ Jesus ähnlicher. Dieses ist ein Werk Gottes im Leben eines Christen, das durch den Heiligen Geist und in Kooperation mit dem Gläubigen geschieht. Es ist gekennzeichnet durch eine intensive Beziehung mit Jesus, äußert sich in der Liebe zu den Glaubensgeschwistern und der Absonderung von der Welt und der Sünde. (Röm 8,29; Phil 2,12-13; 3,12-14; 2Pt 1,3-8)
  • Alle Gläubigen werden einmal abschließend vollendet und in perfekte Übereinstimmung mit Jesus Christus gebracht, wenn wir ihn in der Ewigkeit sehen. (Eph 5,25-27; 1Th 5,22-23; 1Joh 3,1-3)

8. Über die Sicherheit der Erlösung des Gläubigen

Wir glauben an die ewige Errettung der Gläubigen. Wer in die Familie Gottes hinein geboren wird, wird niemals verloren gehen oder Gott verlassen werden, weil er ewig durch die Macht Gottes bewahrt wird. (Joh 6,39+47-58; Joh 10,28-29; Röm 8,30; Röm 8,35-39; 1Pt 1,5)

Um sich der Erlösung gewiss zu sein, fordert uns die Heilige Schrift auf, zu prüfen ob wir wiedergeboren sind und unser Leben dies widerspiegelt. (1Joh 2,18-19; Mt 7,20-23; Jud 4-19; 2Kor 13,5)

Der Heilige Geist schenkt dem Kind Gottes Heilsgewissheit. (Röm 8,16)

Vor dem Richterstuhl Christi wird das Werk jedes Gotteskindes offenbar. (1Kor 3,12-15)

9. Über die Zukunft und Wiederkunft des Herrn

Wir glauben an die „selige Hoffnung” der persönlichen, jederzeit bevorstehenden Wiederkunft unseres Herrn und Heilands Jesu Christi zur Entrückung der Gläubigen. Diese findet vor der sieben-jährigen Trübsalzeit und der persönlichen Wiederkunft Christi auf die Erde zur Aufrichtung Seines Tausendjährigen Reiches statt. (Tit 2,13; Joh 14,1-3; 1Th 4,13-18; 2Th 2,1-13; 1Kor 15,51-56)

Wir glauben an die buchstäbliche Erfüllung der Prophetien und Verheißungen der Schrift in Bezug auf die zukünftige Errettung und Wiederherstellung der Nation Israels. (1Mo13,14-17; Jer 16,14-15; Jer 30,6-11; Röm 11)

Wir glauben, dass der Mensch, nachdem er gestorben ist, eine bewusste Existenz erfährt. Der Gläubige befindet sich in der Gegenwart Christi. Der Ungläubige wird ewig von Gott getrennt leiden. (Phil 1,21; Lk 16,19-31; 2Kor 5,1-10)

Wir glauben an die leibliche Auferstehung der Gerechten und Ungerechten, an die ewige Seligkeit der Erlösten und die ewige Strafe der Verlorenen. (Mt 25,31-46 Lk16,19-31; 1Th 4,13-18; Offb 21,1-8)

10. Über die Gemeinde

Wir glauben, dass die universelle Gemeinde als Leib Christi ein geistlicher Organismus ist, der aus allen wiedergeborenen Christen zwischen Pfingsten und der Entrückung besteht. (Eph 1,22-23; 1Kor 12,13)

Wir glauben, dass die Ortsgemeinde von Gott bestimmt ist um in dieser Heilszeit Sein Werk in der Welt zu tun. (Apg2,41-47 Eph 3,10; Mt 28,18-20)

Eine neutestamentliche Ortsgemeinde besteht aus getauften Gläubigen, die sich an einem Ort versammeln, um Gott zu dienen, Gemeinschaft zu pflegen, die Anordnungen zu feiern und die Welt zu evangelisieren. Jeder Gläubige sollte Mitglied einer Ortsgemeinde sein. (Apg. 2,38-47; Mt. 28,19-20).

Es gibt zwei Ämter in der Gemeinde: Pastor und Diakon. Das Neue Testament benutzt Pastor, Ältester und Aufseher als Bezeichnungen für das gleiche Amt. Die Gemeinde wird durch Pastoren geleitet, die in ihrem Dienst durch Diakone unterstützt werden. (1Tim 3; 1Pt 5,1-3; Eph 1,22; Apg 20,28; Hebr 13,17; Hebr 10,24-25)

Wir glauben, dass die Ortsgemeinde unter der Oberherrschaft Christi frei von irgendeiner äußerlichen Hierarchie ist. (Kol 1,18)

Wir glauben, dass der Staat von Gott zur Erhaltung der Ordnung eingesetzt ist und dass seinen Gesetzen und Verordnungen, sofern sie nicht im Widerspruch zum Gehorsam gegen Gott stehen, nachzukommen ist. Das Gebet für die Obrigkeit ist unsere Pflicht. (Apg 5,29; Röm 13,1-7; 1.Tim. 2,1-2; 1Pt 2,13-17)

11. Über Taufe und Abendmahl

Wir glauben, dass Taufe und Abendmahl vom Herrn Jesus als symbolische Handlungen eingesetzt und befohlen sind. Diese sollen von der Ortsgemeinde praktiziert werden. Die Taufe durch Untertauchen ist nur für Gläubige bestimmt und zwar als Zeichen ihres Todes, Begräbnisses und ihrer Auferstehung mit Jesus Christus. Sie ist das Zeugnis an die Welt und die Gemeinde von ihrem Glauben. Nur getaufte Gläubige sollten an dem Abendmahl teilnehmen. Das Abendmahl ist den Gläubigen gegeben, um Seinen Tod zu verkündigen, „bis er kommt“. (Mt 28,18-20; Apg 2,41-47; Apg 8,26-39; 1Kor 11,23-28; Kol 2,12; Röm 6,3-6)